Das Wattenmeer vor Havarien besser schützen 

Direktkandidatin Sina Beckmann und Wangerooger Grüne Peter Kuchenbuch-Hanken fordern mehr Unterstützung

 

 „Wir haben auf Wangerooge und im Wattenmeer schlicht Glück gehabt, dass nicht mehr passiert ist. Die Haverie des Ozean-Riesen hätte, wie damals bei der MSC Zoe, viel schlimmer für Natur und Umwelt ausgehen können.“ zeigt sich Sina Beckmann, Vorsitzende der Grünen Friesland bestürzt. Das Container-Schiff Mumbai Maersk ist mittlerweile freigeschleppt worden. Im zweiten Anlauf hat es in einer Nachtaktion dann doch geklappt, das große Schiff von der Sandbank vor Wangerooge zu ziehen. „Es kann nicht sein, dass es immer wieder zu Schiffsunfällen im Wattenmeer kommt. Wir wissen mittlerweile alle, wie wichtig dieses Füllhorn an Artenvielfalt und Biodiversität für die Umwelt, für das Klima aber auch für den Tourismus mit seinen über 100.000 Arbeitsplätzen ist. Es ist maximal schützenswert und das muss auch das Verkehrsministerium in Berlin endlich ernst nehmen.“ so Sina Beckmann weiter. 

Auch der Wangerooger Grüne Peter Kuchenbuch-Hanken zeigt sich bestürzt: „Erst die großen Strandabbrüche durch den Sturm und jetzt noch die Havarie vor der Insel. Das zeigt ein Mal mehr, wie fragil das Leben hier ist. Schon im Sommer, als unsere Grünen Sina Beckmann und Katja Keul auf Wangerooge waren, haben wir genau dieses Thema angesprochen. Es muss sich dringend was tun.“ Sina Beckmann und Peter Kuchenbuch-Hanken fordern von Bund und Land deutlich mehr Unterstützung für die gesamte Küste und die Inseln. 

„Im Havariefall muss exakt geklärt sein, wer was wann zu tun hat. Das ist aus unserer Sicht nicht der Fall. Und wer muss dann immer einspringen - die örtlichen Feuerwehren und das meist mit viel zu wenig Ausrüstung. So fehlt es zum Beispiel schon an einfachen Ölsperren, die als „Erste Hilfe-Maßnahmen“ bei einem Öl-Unfall auf See eingesetzt werden können. Aber auch doppelte persönliche Schutzausrüstungen sind Mangelware, ebenso wie Fahrzeuge, wie ein Heklund, die für verschiedenste Einsätze erforderlich sind. Offensichtlich fehlen aber auch Schlepper-Schiffe an der niedersächsischen Küste, die schnell zum Einsatzort gelangen können. Die Hilfe, die jetzt die Mumbai Maersk aus ihrer misslichen Lage befreit hat, kam aus den Niederlanden. Wir sind in Deutschland auf solche Havarien vor unseren Küsten nicht gut gerüstet. Hier müssen mehr Mittel und mehr Personal eingesetzt werden.“ sind sich Sina Beckmann, die im Herbst auch für den niedersächsischen Landtag kandidieren wird, und Peter Kuchenbuch-Hanken einig.